Erstgespräch
Es interessieren mich nebst einer genauen Schilderung der aktuellen Beschwerden auch frühere Erkrankungen, sowie die verschiedenen Körperfunktionen wie Verdauung, Menstruation, Schlafverhalten usw. In der Homöopathie ist das Spektrum der Gesprächsthemen sehr breit. Es reicht von der Biographie über spezielle Gewohnheiten und Emotionen bis hin zu Vorlieben und Abneigungen, z. B. beim Essen.

Bei der Erstanamnese ist es besonders wichtig, ein möglichst umfassendes Bild eines Menschen zu erhalten. Denn nur mit diesen individuellen und persönlichen Erkenntnissen ist es mir möglich, das passende homöopathische Mittel zu finden. Das Erstgespräch dauert ca. 2 Stunden.

Repertorisation
Nach dem Erstgespräch werte ich die gesammelten Informationen aus. Dabei suche ich nach den auffallenden und charakteristischen Angaben. Diese Informationen vergleiche ich mit den Symptomen der homöopathischen Arzneimittel. Dieser Vorgang wird als Repertorisation bezeichnet. Dazu steht mir das Repertorium oder der Computer (Repertorisationsprogramm) zur Verfügung. Durch diesen Vergleich mit den Arzneimitteln entscheide ich mich für das passende Mittel.

Einnahme des homöopathischen Mittels
Die Einnahme des homöopathischen Konstitutionsmittels ist einmalig und besteht aus nur wenigen Kügelchen (=Globuli).

Erstreaktionen
Nach der Einnahme dieser Globuli ist eine genaue Beobachtung der eigenen Person sehr wichtig. Es kann zu Erstreaktionen kommen, die als Heilwirkung angesehen werden. Die Heilung verläuft in der Homöopathie von innen nach aussen, und somit kann es vorkommen, dass sich Krankhaftes herausschaffen will.

Folgekonsultationen
In der Regel findet der Folgetermin etwa vier bis acht Wochen nach der ersten Einnahme des homöopathischen Mittels statt. Bei diesem Gespräch geht es um die Beurteilung der Wirkung des Mittels und um die Festlegung des weiteren Vorgehens. Möglicherweise reicht bereits das erste Mittel aus, um die Heilung in Gang zu setzen. Andernfalls wird ein homöopathisches Folgemittel benötigt und verschrieben. Je nach Heilungsverlauf sind telefonische Rückmeldungen und weitere Folgekonsultationen in unterschiedlichen Abständen notwendig.